EXHIBITION

»Stille Wahrnehmung - Silent Perception«Die Meisterschüler der Düsseldorfer Akademie im Dialog mit Künstlern aus St. Petersburg.

In unserer Ausstellung geht es um das Phänomen der Wahrnehmung. Die »Stille Wahrnehmung« steht für mich für den Moment der höheren Konzentration und Entspannung zugleich, in dem das wahrgenommene sich komprimiert, sich bildhaft aus dem Nichts manifestiert und zum Kunstwerk wird.

In unserem alltäglichen Leben, nehmen wir nur die von uns geschaffene Umgebung war, wir »sehen« nicht, wir suchen nur nach Bestätigung für das, was wir bereits kennen.

Eine künstlerische Arbeit ruft aber in unserem Bewusstsein eine andere Ebene wach und wir haben durch diesen achtsamen Zustand die Möglichkeit, uns einer neuen Perspektive oder einer »weiteren Wahrheit« zu öffnen.

Der dänische Philosoph K.E. Løgstrup, Vertreter des Intuitionismus, eine philosophische Lehre, die der Intuition, dem Erlebnis und Gefühl einen Vorrang vor der kognitiven Ableitung und dem bloßen Denken gibt, beschreibt den idealen Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter: »Das Kunstwerk wird betrachtet und löst im Betrachter eine Wirkung und ein Erstaunen aus. Künstler sehen es als ihre Aufgabe an, ihre Erfahrungen kontemplativ auf den Punkt zu bringen. Eine Idealvorstellung, der Künstler und Kuratoren anhängen, während die in unserer Gesellschaft innewohnende Flüchtigkeit der Materialität, die Bilder- und Klangüberflutung und das damit einhergehende »vorbeirauschenlassen« der Dinge zum Normalzustand geworden sind.«

Etwas mit den Augen zu erforschen, ein »großes stilles Bild« (Bazon Brock) in Ruhe wahrzunehmen, ist eine Aufgabe, eher Ausnahme als Regel.
Das, was uns umgibt – Natur, Architektur, Menschen und Gegenstände – werden durch die künstlerische Sichtweise und durch den schöpferischen Prozess in einer neuen Perspektive betrachtet. Wenn Objekte von der ihnen zugeschriebenen Funktion befreit werden, wandeln sie sich in unserer Wahrnehmung zu einer anderen Erscheinungsform und werden von Rezipienten fast nicht mehr erkannt.
Dadurch verschwinden die in der menschlichen Wahrnehmung existierenden Grenzen. Die festen Regeln, die uns helfen die Welt zu beschreiben und zu sortieren werden in Frage gestellt. Aber die sichtbare Welt wird reicher, die Möglichkeiten die Welt zu beschreiben und wahrzunehmen vermehren sich.

Die ausgestellten Werke behandeln diese Themen auf sehr »stille« Art und Weise.

Our exhibition deals with the phenomenon of perception. For me, »silent perception« stands for the moment of higher concentration and relaxation at the same time, in which the perceived is compressed, manifests itself pictorially from nothing and becomes a work of art.

In our everyday life, we only take the environment we have created, we do not »see«, we only seek confirmation for what we already know.

But an artistic work evokes another level in our consciousness and through this mindful state we have the possibility to open ourselves to a new perspective or a »further truth«.

The Danish philosopher K.E. Løgstrup, a representative of intuitionism, a philosophical doctrine that gives priority to intuition, experience and feeling over cognitive deduction and mere thinking, describes the ideal dialogue between the work of art and the viewer: »The work of art is viewed and causes an effect and astonishment in the viewer. Artists see it as their task to bring their experiences to the point in a contemplative way. An ideal that artists and curators cling to, while the fleeting nature of materiality inherent in our society, the flooding of images and sound and the accompanying »rushing by« of things have become the norm.

To explore something with the eyes, to perceive a »large silent image« (Bazon Brock) in silence, is a task, rather an exception than a rule.
That which surrounds us - nature, architecture, people and objects - are viewed in a new perspective through the artistic view and through the creative process. When objects are freed from the function ascribed to them, they change in our perception to a different manifestation and are almost no longer recognized by recipients.
As a result, the boundaries existing in human perception disappear. The fixed rules that help us to describe and sort the world are called into question. But the visible world becomes richer, the possibilities to describe and perceive the world increase.

The exhibited works deal with these themes in a very »silent« way.

Programm

Die Eröffnung war am Freitag, 20. September 2013, um 19 Uhr

Begrüßung
Gertrud Peters
Einführung
Natalia Gershevskaya, Kuratorin

Programm
Donnerstag, 10.10.2013, 18 Uhr
Kunst Apéro der Sparda-Bank West im KIT
Kuratorenführung mit Natalia Gershevskaya und teilnehmenden Künstlern

Freitag, 11.10.2013, 18.30 Uhr
Künstlerführung mit Kevin Pawel Matweew
anschließend
Moving Silence
Filmscreening mit Live-Vertonung von Kurzschluss/Wechselstrom
im Rahmen des Festivals Beat the Silence, www.BeatTheSilence.de

Sonntag, 3.11.2013, 14 Uhr
Finissage
Dokumentation des Loft Projekt Etagi 2012 von Angelika J. Trojnarski
& Gespräch mit dem St. Petersburger Professor und Kunstwissenschaftler
Prof. Dr. Ivan Czeczot und teilnehmenden Künstlern

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen war frei.

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